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61 - I wie Intimität


10.10.20261:31:33

In dieser intimen Zweierfolge lassen Holger und Lasse im wahrsten Sinne des Wortes die Hosen runter, denn es geht - streng nach dem "ABC der Abhängigkeit" beim Buchstaben "I" - um Intimität. Dabei geht es nicht (nur) um Sexualität: Wir erfahren von fehlender Nähe in der Kindheit, davon, Berührungen vor allem als strafend erlebt zu haben und von einer tiefsitzenden Angst vor Ablehnung, wenn man sich wirklich und echt - also intim - zeigt. Wir hören von kindlich-naiven Harmoniebedürfnissen, die im Rausch zu Umarmungen und Liebesbekundungen ausuferten, von einem Hunger nach Leben und nach Berührungen, aber auch von düsteren Abschleppgeschichten am Rande der Artikulationsfähigkeit. Es geht um Selbsterniedrigung, um die vermeintliche Sicherheit im gewohnten Gefühl von Schuld und Scham und darum, wie ein T-Shirt Streicheleinheiten ersetzen kann. Wir erleben den Teufelskreis, in dem Alkohol scheinbar als Mittel zu mehr Intimität benutzt wird, um genau diese Intimität am Ende komplett zu verhindern. In dieser Folge wird ungewöhnlich viel um Worte gerungen, werden passende Beschreibungen gesucht und ziemlich viel Seele preisgegeben. Geht vorsichtig mit dieser Folge um - sie ist zerbrechlich.