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42 - Ina
17.01.20261:23:01
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In dieser bemerkenswerten Folge sprechen wir mit Ina. Sie ist Mutter von drei Kindern, aufgewachsen in einer fast schon großbürgerlichen Familie in Frankfurt mit einer manisch-depressiven Mutter und einem abwesenden Vater. Probeschlucke aus Likörflaschen für Gäste nahm sie schon als Kind, mit 14 folgte der erste Absturz, später kam eine Essstörung hinzu. Während ihrer drei Schwangerschaften blieb sie eisern nüchtern, nur um direkt nach dem Abstillen wieder abzustürzen. "Der gefräßige Tiger in mir" gab keine Ruhe, sagt sie, und: "Ich konnte nur krank werden." Wie sie nach Jahren der Abhängigkeit nüchtern geworden ist, was das alles mit einem Zuviel an Gefühl zu tun hat und wie schön ein handgekurbelter Song am Ende eines intensiven Gesprächs sein kann, hört ihr in dieser Folge.

41 - Sveni
03.01.20261:16:19
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In der ersten Folge im Neuen Jahr sprechen wir mit Sveni, die gerade mal 26 Jahre alt ist und damit zur vielgescholteten Gen Z gehört. Sveni, die ursprünglich aus dem dörflichen Mecklenburg-Vorpommern stammt und inzwischen in Berlin lebt, hat während ihres Studiums eine sehr ungesunde Beziehung zum Alkohol entwickelt, um ihre Social Anxiety zu moderieren. Neben Abstürzen beim Feiern war irgendwann Wodka-Cranberry ihre Begleitung über den Tag hinweg, um in der Uni funktionieren zu können. Nach Horror-Erlebnissen mit Mischkonsum und Krankenhausbesuchen hat sie den Absprung geschafft und leitet heute den Sober Brunch Club, inzwischen "Germany's No. 1 Sober Community". Mehr Infos findet ihr unter https://www.soberbrunchclub.com und auf Instagram unter @soberbrunchclub .

40 - F wie Feiern
20.12.20251:13:33
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In dieser Folge greifen Holger und Lasse endlich mal wieder das lange vernachlässigte "ABC der Abhängigkeit" auf, und zwar für den Buchstaben "F" wie "Feiern". Es geht um die anstehenden Festtage, darum, was und wieviel man an Weihnachtssüßigkeiten essen darf und sollte, über vergangene Abstürze und nüchterne Herausforderungen beim Feiern - an Weihnachten, an Silvester und eigentlich an allen Festen, die einem so bevorstehen. Nach längerer Zeit mal wieder eine ziemlich persönliche Zweierfolge.

39 - Lars
06.12.20251:05:35
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In dieser Folge beweist Lars sehr viel Mut, indem er sich uns und damit euch, also der Öffentlichkeit, stellt. Früher als Aufnahmetherapeut in einer Suchtklinik in Rostock tätig, später in Leipzig in der Suchtprävention in Schulen und Betrieben und dann in der Suchtberatung im Jugendstrafvollzug, merkt er während einer Depressionstherapie, dass ausgerechnet er ein Problem mit Alkohol entwickelt hat. Heute ist er seit 14 Monaten trocken und kann formulieren, wieso er trinken musste, um dem "Kopf ruhig zu kriegen" und Gefühle wegzudrücken - und was er in der Nüchternheit gewonnen oder ganz neu entdeckt hat. Informationen über das in der Folge erwähnte Pink Cloud Kollektiv findet ihr unter pinkcloudkollektiv.org .

38 - Florian
22.11.20251:14:02
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In dieser Folge sprechen wir mit Florian, den Holger vom Recovery Walk in Leipzig kennt. Aufgewachsen in gutbürgerlichem Umfeld mit einer Mutter, die ihre bipolare Störung durch Pegeltrinken selbst "behandelte", und einem emotional und familiär abwesenden Vater, hat Florian früh gelernt, Emotionen mit Drogen zu regulieren - mit Alkohol, Cannabis und später auch Speed. Heute sagt er: "Ich habe Dinge gesucht, wo ich mich wegmachen konnte". 2009 kam der erste Klinikaufenthalt, inzwischen ist Florian seit vielen Jahren nüchtern - und erzählt hinreißend. Selten haben Holger und Lasse in einer Folge so viel synchron genickt und bejaht. Mehr Infos über den Recovery Walk findet ihr hier: https://www.recoverydeutschland.org/recovery-walk

37 - Lea S.
08.11.20251:18:32
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Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um physischen, psychischen und sexuellen Missbrauch. Mit Lea, 21, kommt ein echtes Brett von einer Geschichte auf den Tisch. Furchtlos und unglaublich reflektiert erzählt die Patientin von "unserer" Suchttherapeutin Dorothy, wie sie von einer Kindheit voller Gewalt und Missbrauch in eine "Drogen-WG" rutschte, wie sie früh Alkohol und Gras, später Kokain, Ketamin, Meth, Heroin und sogar "Research Chemicals" konsumierte und erlebte, wie Freunde starben. Sie spricht schmerzhaft offen darüber, wo die Ursachen ihrer Sucht lagen, wie ihr Weg aus der Sucht aussah und warum sie heute trotz allem sagt "Ohne die Drogen würde ich heute nicht mehr hier sitzen". Eine absolute Ausnahmefolge.

36 - Carolin
25.10.20251:16:30
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In dieser Folge erzählt Carolin, wie sie ihre fast 25 Jahre währende "Trinkerkarriere" beendet hat - eine Karriere, die in dörflicher Umgebung mit dem ersten Glas mit 13 Jahren begann und sich dann über verschiedene Stationen festigte: Mit 24 erste eigene Restaurantleitung, im Gastrogewerbe alleinerziehend mit zwei Kindern, immer funktionieren müssen, ständige Abstürze und gebrochene Absprachen mit sich selbst. Wir sprechen über die Angst, sich zeigen zu müssen, zu sich selbst stehen zu müssen und über die nüchterne Reise zu sich selbst, weil man noch gar nicht richtig weiß, wer man ohne Alkohol eigentlich ist. Eine ganz ehrliche und tolle Folge.

35 - Ronald
11.10.20251:09:56
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In dieser Folge sprechen wir mit Ronald, der als selbständiger Tischler verschiedene Anläufe genommen hat, um sich aus seiner Alkoholabhängigkeit zu befreien. Es geht um einen "Besteckkasten", um die verschiedenen Werkzeuge, die einem helfen können, ein Leben ohne Alkohol zu führen - denn nicht jeder Weg ist für jeden geeignet. Ronald stellt uns das "ManKind Project" vor und berichtet darüber, wie schwierig es sein kann, sich in einem Umfeld und in einer Partnerschaft neu zu finden, wenn dort noch weiter Alkohol konsumiert wird. Mehr zum ManKind Project "MKP" findet ihr hier: https://www.mkp-deutschland.de

34 - Stefanie
27.09.20251:04:00
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Diese Folge ist das fehlende Yin zum Yang der Vorfolge mit Markus: Hier erzählt Stefanie, die Ehefrau von Markus, wie sie die lange Leidensgeschichte seiner Abhängigkeit erlebt hat. Es ist ein besonderes Geschenk, ausnahmsweise zwei Perspektiven der gleichen Geschichte hören zu dürfen, und Stefanie ist genau wie Markus schonungslos offen. Eine ganz wichtige Folge über Co-Abhängigkeit, aber auch darüber, die Hoffnung nicht aufzugeben.   Weitere Informationen über das Retreat auf Mallorca findet ihr unter https://myrightway.de

33 - Markus
13.09.20251:09:37
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In dieser Folge erwartet uns eine Geschichte, die absolut unglaublich ist und trotzdem hundertprozentig wahr. Wir lernen Markus kennen, der schon sehr jung großen Erfolg als Unternehmer hat und über die Jahre alkoholkrank wird. Er "versäuft seine erste Ehe", verliert den Kontakt zu seinen Kindern, heiratet wieder und kommt nicht los vom Alkohol, obwohl er sieben Entzüge macht. Ab dem ersten Rückfall trinkt er heimlich, ist er doch öffentlich nicht nur "erfolgreicher Unternehmer", sondern auch trocken, marschiert aber frühmorgens zur Tankstelle, um heimlich zu trinken. Ganz am Ende schafft er doch den Absprung. Heute leitet Markus auf Mallorca ein Retreat für Suchtkranke und hilft ihnen, endlich vom Alkohol loszukommen: https://myrightway.de/

Seit langer Zeit mal wieder eine Solo- bzw. Duo-Folge nur mit Holger und Lasse. Wir führen das "ABC der Abhängigkeit" weiter und landen brav beim Buchstaben "E", und darum sprechen wir über "Ekstase und Einsamkeit". Dabei erfahren wir sehr intime Dinge über Holger und Lasse, wir hören einerseits von Pandabärenrucksäcken und andererseits vom Gläserklau im Vollrausch. Die Einsamkeit nimmt hier einen viel größeren Raum ein als die Ekstase, und das hat einen guten Grund. Last but not least weisen wir noch einmal auf den "Recovery Walk" hin, der am 27. September in Leipzig stattfindet und an dem jeder teilnehmen sollte. Weitere Infos gibt es hier: https://www.recoverydeutschland.org/recovery-walk

31 - Anne-Kathrin
16.08.20251:02:38
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In dieser Folge wird es unangenehm für Holger, weil er etwas sehr Mutiges macht: Er stellt sich seiner ehemaligen Angestellten Anne-Kathrin, die unter Holger in der Aufbauzeit seines Weinladens dabei war und Höhen und Tiefen mit einem trinkenden Chef mitbekommen hat. Es geht um unterdrückte Gefühle, Trinkgelage mit befreundeten Gastronomen und Winzern und angetrunkenen Dienst hinter dem Verkaufstresen. Außerdem erfahren wir etwas über den "Recovery Walk", der am 27.09. in Leipzig stattfindet und den wir euch allen wärmstens ans Herz legen: https://www.recoverydeutschland.org/recovery-walk

Wieder eine Spezialfolge, die nicht eine Betroffene oder einen Betroffenen in den Mittelpunkt stellt, sondern einen Profi: Dr. Tanja Riepl-Bauer arbeitet in einem Team von ambulanten Palliativmedizinern, die Menschen ein Sterben in Würde in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Darunter sind auch Menschen, die nach langer Alkoholerkrankung sterben. Was Alkohol im Körper auf Dauer anrichtet, wie man eigentlich an Alkohol stirbt und was sie persönlich von Alkohol hält, könnt ihr in dieser brutal lebenswirklichen Folge hören.

29 - Elias
21.07.20251:03:24
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Von einer Jugend im ländlichen Niedersachen mit verpflichtendem Vollrausch bei der Konfirmation und obskuren Dorfriten mit einem Sarg voller Alkohol über eine Barleitung mit gerade mal 17 Jahren bis hin zur Verantwortung für das Getränkekonzept eines Einsterners: Elias ist zwar noch jung, hat aber schon viel erlebt. Der passionierte Barkeeper und Gastgeber erzählt davon, wie ihn der merkwürdig sorglose Umgang mit Alkohol in der Ausbildung und der Berufsausübung geprägt hat, wie er selber mit seinem gefährlich anwachsenden Konsum umging und wie es kommt, dass im "Bonvivant" in Berlin jetzt mit dem Konzept "Zero First" der Fokus auf alkoholfreie Drinks gelegt wird, ohne den Alkohol zu verteufeln oder zu verbieten. Eine glasklare, sehr prägnante Folge!

Nicht nur eine "Spezial"-Folge, sondern bereits jetzt eine Lieblingsfolge: Suchttherapeutin Dorothy Matthes-Mattivi spricht medizinisch und therapeutisch fundiert mit uns über ihre Erfahrungen, Erkenntnisse und Einsichten nach langen Jahren mit alkoholkranken Menschen. Sie räumt mit Vorurteilen auf, erklärt, was sinnvolle Therapieziele sind und wie sich in ihrer Erfahrung Konsumverhalten und Patientenzusammensetzung in den letzten Jahren verändert hat. Außerdem erfahren wir, was eine Therapeutin zum seelischen Ausgleich so alles treibt. Eine ganz besondere und ganz besonders erkenntnisreiche Folge!

27 - Stefan
20.06.20251:01:46
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In dieser Folge treffen wir auf ein für uns exotisches Phänomen, nämlich Stefan, der als Weinhändler zwar viel getrunken hat, aber nie ernsthafte Probleme mit seinem Konsum bekommen hat. Er hat trotzdem entschlossen, nicht mehr zu trinken, und diese rationale "Entscheidung für den Stefan in 15 Jahren" durchgezogen, ohne ein einziges Mal zurückzublicken - und ohne seinen Handel aufzugeben! Heute schafft er den Spagat zwischen Handel und eigener Abstinenz problemlos und kann sich kein besseres Leben vorstellen. Eine interessante Folge, die mal wieder beweist, dass man nicht im Rinnstein der schlimmsten Lebenskrisen gekrochen sein muss, um sich vom Trinken zu verabschieden.

Spitzt die Ohren, und zwar in mehrfacher Hinsicht - denn mit einer dem Thema angemessenen, mittelprächtigen Tonqualität erfahren wir quasi direkt aus Holgers Deutschlandwanderung heraus, wie es ihm "on the road" geht. Wir hören, was die tieferen Gründe für Holgers Wanderschaft sind, welche Begegnungen er unterwegs hat und womit er sich abends belohnt. Gleichzeitig erfahren wir auch, wie unerträglich sich Lasse zu Trinkzeiten bei Weinwanderungen in der Pfalz aufgeführt hat - und, worauf man achten sollte, wenn man sich selber auf den Weg machen will. Eine extrem persönliche Zweierfolge!

In dieser Mini-Jubiläumsfolge sprechen Holger und Lasse seit längerem mal wieder zu zweit: Über ihre Bilanz, wie es sich nach längerer Zeit anfühlt, ohne Alkohol zu leben, und was man dabei unweigerlich verpasst. Was man aus der Trinkzeit vermissen darf. Was es mit unverfügbaren Glückserlebnissen auf sich hat, wie man die eigenen Grenzen anders kennenlernt und ob die Abstinenz jemals ernsthaft in Frage stand. Zu guter Letzt überrumpelt Holger Lasse mit einem Geschenk, vor dem der große Angst hat. Eine sehr intime, absolut hörenswerte Folge.

24 - Barbara
10.05.20251:19:39
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In einer der spannendsten Folgen bisher lässt uns Barbara hinter einen Vorhang blicken, der normalerweise zugezogen bleibt: Wie ist das eigentlich, wenn man eine Jacques'-Filiale leitet... und alkoholkrank wird? "Jacques' Weindepot" ist eine Tochterfirma der HAWESKO, einem der größten Einzelhändler für Wein in Deutschland. Barbaras Geschichte zeigt, dass der Arbeitsschutz, wie er in anderen Betrieben mit "Gefahrenstoffen" selbstverständlich wäre, bei der HAWESKO nicht wirklich ernst genommen wird und wie sich hinter einer Kultur des Wegschauens und des heimlich gestatteten Privatverbrauchs handfeste Probleme entwickeln können. Es gibt zahllose Depot-Betreiber, die kein Problem mit ihrem Alkoholkonsum haben, aber es gibt eben auch sehr viele, die alleine sind mit ihrer Abhängigkeit und Opfer einer erstaunlichen Sorglosigkeit im Umgang mit Alkohol sind. Ein absolutes Must-Hear!

23 - André
26.04.202559:19
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In dieser Folge sprechen wir mit André, der in seiner Langzeittherapie drei ganz klare "Säulen" identifizieren konnte, auf denen seine Alkoholabhängigkeit ruhte. Interessanterweise haben wir hier einen Gesprächspartner, bei dem ausschließlich externe Faktoren zum Tragen kamen, natürlich die Klassiker - Überlastung in der Arbeit, Probleme im privaten Bereich -, die ihn zum "Streßlöser" Alkohol greifen ließen. Eine innere, seelische Symptomatik kann André bei sich bis heute nicht feststellen, ebensowenig wie Suchtdruck nach der erfolgreichen Therapie. Eine sehr interessantes Gespräch über eine ganz eigene Form der Abhängigkeitsbewältigung - und eine Geschichte, die Mut macht.

22 - Stephan
12.04.20251:07:25
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In dieser Folge sprechen wir mit dem Autoren oder besser Schriftsteller Stephan Knösel, Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen, unter anderem des Bayerischen Kunsförderpreises für Literatur und einer Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis. Stephan berichtet ohne Tabus über seine schlimme Kindheit mit einer alkoholkranken Mutter, über seinen eigene Weg in die Alkoholsucht, aber auch über den Weg hinaus. Wir unterhalten uns über Autoren-und-Alkohol-Klischees, über Bukowski, über mühsam verhinderte Kneipenschlägereien und das Gefühl, das eigene Kind im Vollrausch zu erleben. Ein wirklich brutal ehrliches, sehr anrührendes und unheimlich starkes Gespräch.

21 - ProWein
29.03.20251:10:41
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In dieser Folge sprechen wir quasi tagesaktuell über eine der immer noch wichtigsten Messen der Weinbranche, die "ProWein", die alljährlich in Düsseldorf stattfindet. Holger war zum ersten Mal, seit er nüchtern ist, wieder dort, nachdem er vorher zwanzig Jahre lang trinkend an der Messe teilgenommen hat. Ein Gespräch über Alkoholismus bei Winzern, über die fragwürdige Initiative "Wine in Moderation" und das große Zukunftsthema der Branche, die alkoholfreien Alternativen, die immer mehr Raum einnehmen.

20 - Friederike
15.03.20251:10:35
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In unserer 20. Folge geht es um eine richtige Berühmtheit, nämlich die Falstaff-Sommelière des Jahres 2024 und Mitbegründerin des "Female Wine Collective", Friederike Duhme. Friederike hat unheimlich viel in der Weinszene erreicht und bewegt - und trinkt seit bald drei Monaten keinen Alkohol mehr, eine Erfahrung, die sie auch in ihrem Podcast "Drinking Habits" begleitet. Dass sie problematisch trinkt, war ihr schon länger klar, den Mut, den Schritt weg vom Alkohol machen zu können, musste sie aber erst ansammeln. Eine unheimlich spannende und ehrliche Folge über alte und neue Gewohnheiten, die komplizierte Beziehung von Profis zum Alkohol und unser fragwürdiges gesellschaftliches Bild von Normalität.

19 - Felix
01.03.20251:10:53
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Diesmal zu Gast bei uns ist Felix Hutt, Investigativjournalist und Leistungssportler. Felix hat einen viel beachteten SPIEGEL-Bestseller geschrieben: "Ein Mann, ein Jahr, kein Alkohol" - über ein Experiment, in dem er seinen eigenen riskanten Konsum hinterfragt und reflektiert hat und über all die Herausforderungen und Erlebnisse, die man hat, wenn man plötzlich ein Jahr lang keinen Alkohol mehr trinkt. Ein spannendes Gespräch, das vor allem auch die Alltagsrolle von Alkohol in Deutschland hinterfragt und das trotzdem weit weg von der "Verbotsecke" geführt wird. Felix' Buch findet ihr hier: https://www.penguin.de/buecher/felix-hutt-ein-mann-ein-jahr-kein-alkohol-/paperback/9783442180141

Unsere allererste Live-Folge... was man sofort in der Tonqualität hört! Wir waren zu Gast in Hamburg beim Nice Dry!-Festival, einer mehrtägigen Veranstaltung von Nice Dry!, dem Verein für Trockenheit und Suchtprävention. Dort durften wir zum ersten Mal überhaupt eine Live-Podcast-Folge vor Publikum aufzeichnen, was für uns mindestens so aufregend war wie für das Publikum... Viel Spaß mit dem Thema "Drei Jahre nüchtern - Eine Bilanz". Wir bitten nochmal die mäßige Tonqualität zu entschuldigen.

17 - Jaqueline
01.02.20251:00:23
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In dieser Folge sprechen wir mit Jaqueline, einer Fachkrankenschwester für Anästhesie- und Intensivpflege. Jaqueline kommt "aus dem Pott", aus der Nähe von Dortmund, und für sie gehört Alkohol seit ihrem 13. Lebensjahr fest dazu, vor allem bei Feiern und beim Ausgehen. Bis zuletzt trinkt Jaqueline niemals allein zu Hause. Wir erfahren von einem wunderbaren Vater, von brüllenden Ärzten im OP-Saal und von betrunkenen Kollegen, von häuslicher Gewalt und davon, wie der Alkohol scheinbar bestens hilft, Probleme "wegzudrücken". Sehr mutig und schonungslos erzählt Jaqueline von einem ganz normalen Leben, das immer weiter aus den Fugen gerät - und wie sie es wieder auf die Spur gebracht hat. Ein Gespräch, das Mut macht.

In einer fröhlichen Fortführung unseres "ABCs der Abhängigkeit" kommen wir aufgrund von äußeren Umständen (Januar) zum "D" und damit zum allgegenwärtigen Thema "Dry January". Wir sprechen über unsere Haltung dazu (ambivalent), darüber, wie wir versucht haben, unseren Alkoholkonsum durch Verzichtzeiten zu regulieren und leider, aber irgendwie auch zum Glück über einen Haufen peinlicher und schrecklicher Trinkstrategien, die wir entwickelt haben, um doch irgendwie erfolgreich trinken zu können. Kein pikantes Detail wird verschwiegen, es geht um Spontancuvetierungen und versteckte Reservoirs. Wie immer eine intime, tragikomische Folge.

In dieser Zweierfolge wird das zuletzt verschobene "B" aus unserem "ABC der Abhängigkeit" nachgereicht, und zwar mit der berühmt-berüchtigten "Bierlaune". Die begegnet einem in anderen Kulturkreisen auch als "Weinlaune" oder "Schnapslaune", bezieht sich bei uns aber vor allem auf das Oktoberfest in München, auf dem Lasse früher betrunken, heute aber stocknüchtern immer sehr gerne unterwegs ist, obwohl er eigentlich nur Zuagroaster ist. Wie feiert man, wenn man definitiv nüchtern bleibt in einer Umgebung, in der der Exzess ausdrücklich erwartet wird? Macht das überhaupt Spaß? Und was hat das alles mit Gesangsstunden und Theater-Workshops zu tun? Eine intime Folge, die mal wieder wirkliche Einblicke gewährt.

Uff, Weihnachten. Für die einen schwierig, weil viel eng mit Familie und Freunden, für die anderen, weil viel zu einsam ohne jemanden. Und irgendwie gehört der Griff zur Flasche fest dazu, wie sonst soll es denn bitte festlich werden und gemütlich? Beim Festtagsmenü, zum Geschenkauspacken, bei Kamingesprächen: Nirgendwo sonst im Jahr empfehlen sich Schatzkammerweine, Festtagsweine, edle Spirituosen so wie zu den Feiertagen. Holger und Lasse sprechen über ihre alkoholischen Weihnachtserfahrungen, über Erwartungshaltungen, Druck, Trauer, Überforderung, aber auch über die Hoffnung, die man nüchtern wieder schöpfen kann - und was Besinnlichkeit mit den Sinnen zu tun hat. Eine intime, aber eben gerade jetzt auch sehr wichtige Folge.

13 - Bea
07.12.20241:04:28
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Als DJ im Nachtleben von Frankfurt - da gehört Alkohol dazu, oder? Für Bea stimmte diese Annahme jahrelang, bis sie vor neun Monaten einen Schlussstrich zog und das ständige Trinken, das jeden Auftritt und ihr gesamtes Leben begleitete, beendete. Wir sprechen mit ihr über die Angst vor der nüchternen Performance, über alkoholgeschwängerte Liebesdramen und Stress mit der Polizei. Warum Bea denn Schritt weg vom Alkohol trotz aller neuen Herausforderungen keine Sekunde bereut, erfahrt ihr in dieser tollen, ehrlichen Folge.

Ein Biergarten ganz ohne Alkohol? Und das noch in der Mutterstadt des bierseligen Zusammenseins, in München? Dieses vielbeachtete Wagnis ist der Gastronom Florian Schönhofer, Betreiber des "Café Kosmos" und des "Buffet", gemeinsam mit anderen Gastronomen in der Nähe des Hauptbahnhofs eingegangen - aus ganz bestimmten Gründen und mit recht unerwarteten Reaktionen. Wir sprechen mit dem Ausnahmegastronomen über Verantwortung gegenüber dem Gast und dem eigenen Personal, über Boomer, die keine Lust haben, dauernd Alkohol zu trinken, darüber, in welches Alter zünftige Vollräusche gehören und darüber, warum er heute nicht als Förster im Bergwald arbeitet. Ein besonderes, sehr einsichtsreiches Gespräch mit einem meinungsstarken Original und einer von denen, die im Wandel hin zur gleichberechtigten Existenz von alkoholfreien und alkoholhaltigen Getränken keine Bedrohung, sondern eine Chance sieht.

11 - Ole
09.11.20241:11:46
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Ist das Konzept des Fine Dining noch zeitgemäß? Ole Ortmann, Restaurantleiter und Sommelier des inzwischen geschlossenen Fine Dining-Restaurants "Lode & Stijn" in Berlin und seit fast einem Jahr trocken, berichtet aus der Gastgeberperspektive. Wir erfahren etwas über absolute Disziplin am Arbeitsplatz, die in totalen Kontrollverlust zu Hause ausartet, über Eigensabotage gerade bei Lieblingsprojekten, über das Lügen als Lebensnotwendigkeit und das Neuerfinden nach dem Beginn der Abstinenz. Eine intensive und sehr ehrliche Folge.

Kontrolliertes Trinken - Eine Methode, die funktioniert? In dieser Folge zeigen sich Lasse und Holger skeptisch, weil sie aus eigener Erfahrung nur gescheiterte Versuche, kontrolliert zu trinken, kennen. Aber Christoph Straub, Ausbilder für Kontrolliertes Trinken an der GK Quest Akademie GmbH, räumt mit Vorurteilen und Klischees auf und erklärt, warum es nicht um KT oder Abstinenz geht, dass KT kein "System" ist, sondern ein Therapieansatz, und welche Rolle Moralvorstellungen in der aktuellen Suchttherapie spielen. Eine manchmal kontroverse Folge zu einem kontroversen Thema.

09 - Gastro
12.10.20241:02:42
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Dieses Mal begrüßen wir eine liebe Gästin erneut bei AUFSTURZ: Anna Immoor, Gastgeberin in einem gehobenen Restaurant im Raum Hannover, kommt wieder vorbei, um mit uns über strukturelle Probleme und Herausforderungen in der Gastronomie zu sprechen. Anna war selber als Ausbilderin tätig und kennt von dort und aus der Praxis die "andere Seite", also Arbeitsschutz, Prävention, Personalführung. Warum häufen sich in der Gastronomie die Fälle von missbräuchlichem Konsum viel stärker als in anderen Berufsgruppen? Was können Restaurantbetreiber, aber auch das Personal anders machen, um dem Problem des Substanzmissbrauchs entgegenzutreten? Funktioniert eine alkoholfrei(er) gedachte Gastro überhaupt? Ein wichtiges, starkes Gespräch, in dem es um nichts weniger als die Zukunft einer Branche geht.

08 - Jan
28.09.20241:05:11
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In dieser Folge haben wir Jan zu Gast. Er hat eine klassische Ausbildung in der Gastro genossen und ist vom Koch in der Sternegastronomie am Ende zum Restaurantleiter aufgestiegen. Früh haben Substanzen in, während und für die Arbeit eine Rolle gespielt, zuerst Alkohol und Cannabis, später dann vermehrt Kokain. Wir sprechen mit Jan über die Verrenkungen, mit denen man versucht, seine Sucht zu füttern und gleichzeitig auf höchstem Niveau zu funktionieren, über strukturelle Herausforderungen in der Gastronomie, die Substanzmissbrauch fördern und einen Ausstieg erschweren, und über die Art und Weise, wie die Substanzen früher oder später anfangen, jeden Lebensbereich zu dominieren und negativ zu beeinflussen - vom Beruf bis hin zu Beziehungen. Es geht aber auch darum, wie ein Ausstieg gelingen kann, auch wenn es verdammt schwer ist.

07 - Lea
14.09.20241:04:26
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In dieser Folge haben wir Lea Maria Huber zu Gast - Mutter von zwei kleinen Kindern und endgültig nüchtern seit knapp drei Monaten. Lea bestückt ihren Instagram-Account @mama_trinkt_nicht_mehr mit Infos zu ihrem neuen, nüchternen Leben. Sie versucht so, einen Gegenentwurf zu den immer zahlreicheren, Aperol-Spritz-und-Weissweinschorle-fröhlichen "Drinking Moms"-Accounts zu setzen. "Drinking Mom", "Mommie's Happy Juice" und "Moms Drinking Wine" ist ein Phänomen, bei dem Frauen vor allem mit hohen Bildungsabschlüssen und Highperformer-Verständnis sich halb ironisch den Streß mit den (Klein-) Kindern schöntrinken. Warum Lea dagegen hält, wie ihre Reise vom Alkohol zur Nüchtnerheit aussah und warum sie trotz allem versteht, wieso gerade Frauen sich in sehr fordernden Berufs- und Familiensituationen oft für eine besondere Art von halbkontrolliertem Überkonsum entscheiden, hört ihr in dieser Folge.

06 - A wie Absturz
31.08.20241:03:06
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In dieser Folge starten wir das "ABC der Abhängigkeit", in dem wir alphabetisch Themen behandeln, die uns auf unserem Weg in die und aus der Abhängigkeit begegnet sind. Wir fangen mit einer der schmerzhaftesten Sachen an, die mit der Abhängigkeit verknüpft sind, nämlich dem Absturz: Vollrausch, Filmriß, Blackout mit allen schrecklichen, armseligen, traurigen Folgen. Aber auch mit dem positiven Blick darauf, was man aus dem Absturz und seiner Dramatik lernen kann und wo das unfreiwillig komische, allzumenschliche Element des Absturzes wartet. Ziemlich harter Tobak, aber sehr wichtig.

05 - Harris
17.08.20241:08:29
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In dieser Folge haben wir den Berliner Rapper, DJ, Schauspieler und Podcaster Harris zu Gast. Harris hat selbst früher als Rapper in seinen Texten Drogen- und Alkoholkonsum hochgejubelt, hat Selbstzweifel und Depressionsschübe mit Drogen bekämpft und ist am Ende knapp mit dem Leben davongekommen. Holger und er kennen sich aus dem alkoholgeschwängerten Wein-Podcast "Terroir und Adiletten", in dem Harris einer der Hosts war, bevor er trocken wurde. Wir sprechen über Sucht, über Ursachen für die Sucht, warum Alkohol eine der gemeinsten Substanzen ist, von der man abhängig sein kann, warum man überhaupt trinkt und wie Alkohol einem alles versaut, während er gleichzeitig so tut, als würde ohne ihn nichts funktionieren. Ein brutal ehrliches Gespräch.

In der vierten Folge geht es um die Frage, wie das eigentlich funktioniert - nüchtern werden. Was ist der erste Schritt raus aus der Sucht? Welchen Ängsten muss man sich stellen, wenn man sich entscheidet, nicht mehr zu trinken? Und wenn man einmal die Entscheidung getroffen hat, nicht mehr zu trinken, was macht man dann eigentlich? Holger und Lasse sprechen über verschiedene Ansätze und über ihre persönlichen Wege weg vom Trinken. Gibt es einen "richtigen" Weg? Klinik, Selbsthilfegruppe oder App? So gleich die Phase der Abhängigkeit auch ist, so unterschiedlich sind die Wege raus aus der Sucht.

03 - Anna
20.07.202458:45
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In dieser Folge haben wir Anna Immoor zu Gast. Die gebürtige Norddeutsche ist die Gastgeberin in einem gehobenen Restaurant in Niedersachsen und seit gut einem Jahr trocken. Wir sprechen mit Anna über ihren Weg, über ihr Umfeld und desse Beziehung zu Alkohol, über ihre eigene Alkoholkarriere und die Schwierigkeiten auf dem Weg in die Nüchternheit. Außerdem sprechen wir darüber, wie es ist, wenn man betrunken jemand ist, der man vielleicht gar nicht sein will, wie es ist, völlig die Kontrolle zu verlieren und über überraschende Reaktionen aus dem Umfeld, wenn es darum geht, endlich mit dem Alkohol aufzuhören. Musik von L’Orchestra Cinematique, basierend auf ”BoJack Horseman Theme” von Patrick und Ralph Carney. Intro gesprochen von Solveig Duda.

02 - Lasse
06.07.20241:02:32
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In der zweiten Folge geht es um den zweiten Teil des Moderationsduos: Es geht um Lasse und seinen Weg zum Alkohol. Sein Selbstbild als freischaffender Künstler, als Autor, als jemand, bei dem Trinken zum guten Ton gehört und in der Branche absoluter Usus ist. Seine Kämpfe und Versuche, die immer stärker werdende Abhängigkeit zu bekämpfen und einzugehen. Das sehr lange, sehr tiefe Tal, das zum endgültigen Ausstieg führte - und alles, was ihm auf diesem Weg und bis heute Kraft und Zuversicht gibt. Musik von L’Orchestra Cinematique, basierend auf ”BoJack Horseman Theme” von Patrick und Ralph Carney. Intro gesprochen von Solveig Duda.

01 - Holger
22.06.202454:13
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In dieser ersten Folge stellen wir uns vor, zumindest eine Hälfte von uns: Es geht um Holger, seinen Werdegang, seine Beziehung zum Alkohol, seinen Weg an die Spitze als "Bester Weinhändler Berlins", seine Abstürze und seine Kämpfe. Und natürlich auch um die ersten, riesigen Schritte in Richtung Nüchternheit und seinen Weg von einer Branche, in der er heute - wo er offen über ihre strukturellen Probleme spricht - häufig als Nestbeschmutzer gilt. Musik von L’Orchestra Cinematique, basierend auf ”BoJack Horseman Theme” von Patrick und Ralph Carney. Intro gesprochen von Solveig Duda.