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56 - H wie Heimlichkeit


01.08.20261:29:57

Triggerwarnung: Suizid (ca. Minute 11 - Minute 31). In dieser Folge - die mit einer ziemlich heftigen Geschichte in der Befindlichkeitsrunde anfängt - führen wir das "ABC der Abhängigkeit" mit dem Buchstaben "H" weiter. Der steht für "Heimlichkeit", und was das bedeutet, erklären wir ausführlich. Heimlichkeit wird unweigerlich nötig, weil der oder die Konsumierende eine Normalität vorgaukeln muss, die es längst nicht mehr gibt. Es wird heimlich getrunken, um die Symptome von Kater zu verstecken oder um die körperlichen Probleme von zu geringem Pegel im Körper auszugleichen. Es wird heimlich getrunken, weil man längst weiß, dass das Umfeld den eigenen Konsum kritisch beobachtet. Alles wird überbaut mit komplizierten Lügen- und Rechtfertigungsgebilden, mit "Showflaschen", mit angeblicher "Me-Time", alles, um bloß weiter trinken zu können. Wir sprechen über eingeladene Gäste, die beim Trinken stören und über verbrannte Menüs. Über "Preßhalbe" bei kleinen Besorgungsgängen, um auf Pegel zu kommen. Über den Schleier der Heimlichkeit, der heftiges Trinken ohne Beobachtung oder Verurteilung erst möglich macht und über das innere Kommando "Let's get lost". Und wir reden glasklar über das, was Heimlichkeit beim Trinken immer bedeutet - nämlich Lügen, Lügen und immer wieder Lügen. Eine intime, in jedem Bereich intensive Folge.